Darf man beim Abendmahl ....

Viele wissen genau, wie man sich bei Tisch benimmt. Da gibt es klare Regeln - man fragt höflich, reicht sich die Schüsseln zu, wartet mit dem Wein, bis der Gastgeber „Prost” gesagt hat und legt am Ende des Menüs fein sein Besteck auf den Teller - klares Zeichen: „Ich bin fertig.” Am „Tisch des Herrn” gibt es allerdings immer wieder Unsicherheiten.

Die erste heißt: „Nehme ich überhaupt am Abendmahl teil?”
Grundsätzlich heißt es: Jeder ist eingeladen, die „Freundlichkeit Gottes zu sehen und zu schmecken”! Wirklich jeder? Unser Kirchenrecht sagt, dass jemand, der aus der Kirche ausgetreten ist, nicht am Abendmahl teilnehmen sollte. Andererseits: Wir Pastoren werden niemanden zurückweisen. Wir vertrauend darauf, dass die Gemeinschaft mit Gott und unter einander allen wichtig ist, die am Abendmahl teilnehmen. Und wir vertrauen auch, dass dieses Fest der Gemeinschaft dann auch Konsequenzen zeigt. Und wer nicht zum Abendmahl geht? Der oder die sollte einfach in der Kirchenbank sitzen bleiben. Denn es stört einfach, den Gottesdienst vorher zu verlassen - so wie es früher einmal bei den getrennten Abendmahlsfeiern nach dem Hauptgottesdienst üblich war. Also: Bitte bleiben Sie sitzen, schlagen vielleicht das Gesangbuch bei den Gebeten auf und sprechen Sie mit Gott in dieser Zeit. Und warten Sie auf den Segen am Ende des Gottesdienstes.

Die zweite Unsicherheit: „Passe ich noch in die Runde vorm Altar oder soll ich lieber noch warten?”
Es ist schön, wenn wir in ganz großen Runden das Abendmahl empfangen. Das ist vor allem auch ein schönes Erleben der Gemeinschaft untereinander. Aber großen Gottesdienst haben wir in der Regel mehrere Gruppen, die das Abendmahl empfangen. Wenn es also zu voll wird, warten Sie ruhig. Keiner wird vergessen!

Die dritte Unsicherheit: „Wie nehme ich das Brot?”
In die Hand? Oder lasse ich es mir in den Mund geben? Diejenigen, die das Brot beim Abendmahl austeilen, geben es ihnen in die Hand. Schön ist es, wenn Sie schon die Hände für das Brot geöffnet haben. Auch wenn es das „Heilige” Abendmahl ist - sie dürfen das Brot berühren, denn Christus gibt sich ja sich selbst ganz in unser Leben, unsere Hände. Das gilt auch für den Kelch!

Die vierte Unsicherheit? „Darf man beim Abendmahl dem Pastor den Kelch aus der Hand nehmen?”
Ja, bitte, tun sie es, wenn sie meinen, sie können ihn dann sicherer zum Mund führen. Gerade bei großen Menschen ist es schwierig abzuschätzen, wann sie einen Schluck aus dem Kelch bekommen haben. Oder fassen Sie den Kelch mit an und führen ihn mit zum Mund. Die Feier vorn am Altar soll ja nicht verkrampft sein.

Und deshalb auch ein klärendes Wort zur fünften und letzten Unsicherheit: „Muss ich beim Abendmahl ernst und schuldhaft zum Boden schauen?”
Wir haben sicherlich allen Grund, unsere Schuld vor Gott und den anderen zu zeigen. Aber wir haben auch einen guten Grund, fröhlich und erlöst beim Abendmahl zu sein. Denn Gott lädt uns ein zu der Gemeinschaft mit ihm, so wie wir sind. Er will uns die Last, die Schuld nehmen und die Zusage seiner Nähe und Liebe erneuern. Das soll zu schmecken und zu spüren sein. Ein gutes Essen, ein köstliches Getränk, eine nette Runde - haben Sie da nicht ein Lächeln auf den Lippen? Und bei dem Fest, das Gott mit Ihnen feiert?

Zu Ostern und bei den Konfirmationen werden sicherlich viele Menschen wieder an der Feier des Heiligen Abendmahls teilnehmen. Ich wünsche, dass sie dabei echte Gemeinschaft erfahren und stärkende Erfahrung auf ihrem Lebensweg machen. Die kleinen Regeln können helfen, das Eigentliche im Abendmahl zu entdecken.

 

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